Der Schutz vor langwierigen Stromausfällen soll in Berlin noch stärkere Aufmerksamkeit bekommen. Das kündigte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nach der jüngsten Senatssitzung an, bei der über das Thema beraten wurde.
Wie schnell die Stromversorgung in Berlin über längere Zeit gestört sein kann, hat der extremistische Brandanschlag im Südosten der Hauptstadt im September gezeigt. Rund 50.000 Stromkunden waren von dem Störfall betroffen, viele von ihnen konnten erst nach 60 Stunden wieder das Licht einschalten.
Der Strombedarf steigt. «Wir werden die Stromnetzkapazität in den nächsten zehn Jahren verdoppeln müssen», sagte Giffey. Dabei müsse das Thema Sicherheit immer mitgedacht werden. Aus dem Grund hat sich der Senat mit einem «Maßnahmenplan zur Stärkung der Resilienz des Berliner Stromnetzes» befasst - die Ergebnisse seien aus naheliegenden Gründen zum Teil allerdings vertraulich, betonte die Wirtschaftssenatorin.