Nach der Überprüfung der Biografien von 15 Mitgliedern der Hall of Fame des deutschen Sports auf mögliche Verfehlungen in der NS-Zeit sieht eine Expertengruppe keinen Grund für einen Ausschluss der ehemaligen Athleten und Funktionäre aus der Ruhmeshalle. Allerdings werden die Einträge in der virtuellen Darstellung im Internet ergänzt.
Die fünfköpfige Historiker-Kommission war von den Trägern der Hall of Fame, dem Deutschen Olympischen Sportbund, der Stiftung Deutsche Sporthilfe und dem Verband Deutscher Sportjournalisten mit weiteren Recherchen beauftragt worden. Zuvor war öffentliche Kritik an der Auswahl der Mitglieder aufgrund von möglichen Verstrickungen wie einer NSDAP-Mitgliedschaft laut geworden.
Nach der Empfehlung der Wissenschaftler werde «kein Ausschlussverfahren» angestrebt, sagte der ehemalige Fechter Max Hartung, als Sporthilfe-Vorstandsmitglied bei der Präsentation der Studienergebnisse in Berlin. Geändert werden allerdings die in der Hall of Fame dargelegten Biografien mit neuen Erkenntnissen.