Windkraftanlagenanlagen sollten in Berlin nach Einschätzung des Naturschutzbundes (Nabu) möglichst nicht im Wald errichtet werden. Der Nabu Berlin schlägt vor, die dafür nötigen Flächen vorrangig dort auszuweisen, wo es in der Nähe bereits Windkraftanlagen gibt.
Die vom Senat vorgeschlagenen Windenergiegebiete seien mit fast 600 Hektar außerdem viel zu groß. Berlin muss laut Bundesrecht bis 2032 wie alle Bundesländer insgesamt 0,5 Prozent seiner Fläche als mögliche Standorte für Windräder ausweisen. Bis Ende 2027 seien aber nur 0,25 Prozent vorgeschrieben. Diese Fläche ließe sich nach Nabu-Einschätzung auch außerhalb der Berliner Wälder finden.
«Der Senat schießt völlig über das Ziel hinaus, wenn er zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Auflagen der Bundesregierung übererfüllt», sagte der Berliner Nabu-Vorsitzende Rainer Altenkamp. «Auch angesichts der Empörung der Bürgerinnen und Bürger, vor allem über Windkraft im Wald, ist das völlig unverständlich.»