Der Bund der Steuerzahler kritisiert in seinem neuesten bundesweiten Schwarzbuch sieben Berliner Fälle, bei denen nach seiner Einschätzung öffentliche Gelder verschwendet wurden. So nimmt der Verband das im Juli eingeführte 29-Euro-Ticket für Busse und Bahnen ins Visier. Die Umsetzung des Wahlversprechens von SPD und CDU komme die Berliner Steuerzahler mit jährlichen Kosten von bis zu 300 Millionen Euro teuer zu stehen, urteilt er. «Ein gewisser Eigenanteil wäre den Nutzern durchaus zuzumuten.»
In der Publikation kritisiert der Verband auch 20 neue Fahrradreparaturstationen, die im Mai 2024 in Betrieb gingen und zusammen 130.000 Euro kosteten - den Aufwand für den Unterhalt nicht mitgerechnet. Als fragwürdige Ausgabe prangert er zudem das Kunstwerk «Knotenpunkt» am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an, für das bis zu 203.000 Euro zur Verfügung gestanden hätten. «Statt Ausgaben für Kunst am Bau wird die Tilgung von Schulden empfohlen.»