Das Goethe-Institut will stärker auf europäische Verbünde in der Zusammenarbeit setzen. Die Freiheit sei ein zentraler Bezugspunkt in der Arbeit des Instituts, sagte Präsidentin Gesche Joost bei einem Jahrespressegespräch in Berlin. Man verteidige die Freiheit von Kunst, Meinungsäußerung, Sprache und Bildung und sichere den offenen Zugang zum kulturellen Austausch.
«Das bedeutet aber auch, dass wir stärker in europäischen Verbünden denken und handeln wollen», sagte Joost. Als Beispiel nannte die Präsidentin die Eröffnung weiterer sogenannter Kultur Ensembles - etwa in Córdoba (Argentinien) in Zusammenarbeit mit französischen Partnern. Dort und an anderen Standorten wollen Deutschland und Frankreich gemeinsam Begegnungsorte, Kulturprogramme und Sprachkurse anbieten.
«Das ist ein wichtiger Impuls, den wir schon länger verfolgen, aber der immer zentraler für uns wird, gemeinsam auch europäisch aufzutreten.» Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache und Kultur. Im Herbst wurde ein neuer Standort in Houston (Texas) eröffnet.