Der frühere Pressesprecher des Berliner SPD-Landesverbandes, Jonas Gebauer, ist aus der Partei ausgetreten und hat mit ihrem politischen Kurs abgerechnet. «Die SPD braucht eine eigene Identität, statt zu Grünen oder Linken 2.0 zu werden», schrieb Gebauer im beruflichen Internetportal Linkedin.
Statt Politik «für die hart arbeitende Mitte» zu machen und nach Lösungen zu suchen, werde in der SPD lieber über Begriffe diskutiert, kritisierte er und verwies auf seine frühere Arbeit als Büroleiter und Sprecher für Landesvorsitzende wie Franziska Giffey und Martin Hikel. Der «Tagesspiegel» hatte berichtet.
Gebauer schreibt weiter, statt für mehr Wohnungen und Sicherheit zu sorgen, spreche die SPD über Enteignungen von Immobilienfirmen und diskutiere, ob man «Clankriminalität» sagen dürfe. Die SPD sei «moralisch überheblich» anstatt Stolz auf ihre Politik in der Landesregierung. «Die SPD steht nicht mehr in aller Klarheit und Vernunft für den Fortschritt, für die ich einst eintrat.» Bei der Wahl in Berlin im September gehe es darum, «ob Berlin den Mut zur Vernunft findet oder sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert».
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