Als Diana Yukhimets vor vier Jahren nach Cottbus kam, war sie wenig begeistert. Ihr erster Eindruck: «Grau, schrecklich», sagt sie heute und lacht. Die Ukrainerin war nach ihrer Flucht zunächst im Stadtteil Schmellwitz untergebracht. «Kiew ist bunt, groß und schön. Millionenstadt. Und dann Cottbus. Das war eine Katastrophe.»
Vom Kulturschock zur Botschafterin der Stadt
Heute gehört ausgerechnet sie zu den sichtbarsten Botschafterinnen der Lausitzmetropole. Mit ihrem Instagram-Kanal «cottbus_heute» erreicht die 29-Jährige Tausende Menschen, einzelne Videos werden hunderttausendfach angesehen. Sie zeigt Lieblingsorte wie den Branitzer Park oder den Sachsendorfer Badesee, berichtet über Veranstaltungen und stellt Menschen und Unternehmen aus der Stadt vor.
Vor allem aber vermittelt sie etwas, das in vielen Debatten über Cottbus oft fehlt: Begeisterung. «Ich habe in verschiedenen Orten gelebt und weiß zu schätzen, was ich hier habe», sagt Yukhimets. Geboren wurde sie in Poltawa, vor dem Krieg lebte und arbeitete sie in Kiew.