Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Verkehrspolitik des schwarz-roten Senats scharf kritisiert und vor Einsparungen beim öffentlichen Nahverkehr gewarnt. Landesgeschäftsführerin Gabi Jung forderte in einem Gastbeitrag im «Tagesspiegel» eine öffentliche Diskussion darüber, was mit den weniger werdenden Haushaltsmitteln in den nächsten Jahren noch finanziert werden könne.
«Beide bisher amtierenden CDU-Verkehrssenatorinnen der aktuellen Koalition haben gerne den Begriff Priorisierung in den Mund genommen», kritisierte sie. «Doch bei ihnen meinte er bisher vor allem Streichung oder eine möglicherweise endlose Verschiebung von Vorhaben, die den Stadtverkehr nach vorne bringen würden.» Radwege oder wichtige Straßenbahnstrecken würden in immer neue Prüfschleifen geschickt oder die Mittel für die Umsetzung gestrichen.