Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat den geplanten Abriss des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) gestoppt. Grund seien artenschutzrechtliche Bedenken, teilte die Behörde mit. Auf dem Gelände neben dem Volkspark Friedrichshain sollen ab Jahresende eigentlich mehr als 650 neue Wohnungen gebaut werden.
Beantragt hatten den Stopp der Abrissarbeiten, die Anfang März beginnen sollen, die Verbände NaturFreunde Berlin und Gemeingut in BürgerInnenhand. Sie wollen das zu DDR-Zeiten als Prestigeprojekt erbaute SEZ auch erhalten, weil es für viele Menschen aus Ostdeutschland große emotionale Bedeutung habe. Viele Bürger fühlten sich übergangen und missachtet.
Bausenator Christian Gaebler (SPD) äußerte sich im Abgeordnetenhaus kritisch über den verfügten Abriss-Stopp, mit der nach seinen Worten unter anderem Zwergfledermäuse geschützt werden sollen. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft WBM wolle dort bezahlbaren Wohnraum schaffen, zudem seien eine Sporthalle und eine Schule geplant. Er sei nicht der Meinung, dass man mit dem wichtigen Projekt noch jahrelang warten könne.