Berlins neue Verkehrssenatorin Ute Bonde hält eine Diskussion über die künftige Finanzierung des Personennahverkehrs für unverzichtbar. «Wir müssen aus meiner Sicht zu alternativen Finanzierungsquellen im ÖPNV kommen, und wir müssen dafür über den Gartenzaun blicken: Was machen denn andere, die ähnliche Probleme haben wie wir?», sagte die CDU-Politikerin, die seit knapp vier Wochen im Amt ist, der Deutschen Presse-Agentur. «Und dann müssen wir ins Nachdenken kommen und Produkte finden, die am wenigsten Eingriff bedeuten - egal ob für Bürger oder Arbeitgeber - und am meisten Effizienz.»
In der vergangenen Woche hatte Bonde mit ihrem Hinweis auf andere Städte, in denen es eine Arbeitgeberabgabe für den U-Bahn-Bau, eine City-Maut für Autos oder höhere Parkgebühren gibt, Kritik provoziert - aus Wirtschaftsverbänden, aber auch aus der eigenen Partei. Bonde bleibt dabei: «Vor dem Hintergrund der Haushaltslage, die wir haben, ist es sinnvoll, in die Diskussion darüber zu kommen, alle zu sensibilisieren und aufzufordern, darüber nachzudenken, wie man den ÖPNV finanzieren kann.»