Mit einer umjubelten Premiere hat die Komische Oper Berlin der DDR-Operette «Messeschlager Gisela» von Gerd Natschinski (1928-2015) neues künstlerisches Leben eingehaucht. Als Bühne diente der Oper ein eigens am Roten Rathaus der Hauptstadt aufgebautes Zirkuszelt. Für die Soli-Stimmen sowie Orchester und Chor unter Dirigent Adam Benzwi gab es am Samstagabend anhaltenden Applaus.
Natschinski, einstiger Meisterschüler von Hanns Eisler, schuf neben der Musik für Dutzende Filmproduktionen auch zahlreiche Operetten, Musicals und musikalische Lustspiele. Der «Spiegel» nannte ihn 1974 in Anspielung auf den US-Komponisten «DDR-Gershwin». Auch die Melodie für das viel gesungene Pionier-Lied «Lied der jungen Naturforscher» stammt von Natschinski. Der Text von Jo Schulz sollte mit dem Operetten-Stoff «Messeschlager Gisela» den Alltag der Werktätigen zum Thema machen.