Der Berlinale-Wettbewerbsfilm «Sterben» von Matthias Glasner mit Lars Eidinger und Corinna Harfouch in den Hauptrollen hat am Samstag während der Internationalen Filmfestspiele Auszeichnungen von unabhängigen Jurys erhalten. Mit seinem Film verarbeitet Regisseur Glasner die komplexe Beziehung zu seiner Familie, den Umgang mit dem Tod und die Untiefen des Lebens davor. Dafür gab es sowohl den «Gilde Filmpreis» als auch den Preis der Leserjury der «Berliner Morgenpost».
Ebenfalls zwei Auszeichnungen gab es für «Sex» von Dag Johan Haugerud. Der norwegische Regisseur lässt darin seine heterosexuellen Protagonisten ihre Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterrollen überdenken. Der Film erhielt den Preis der ökumenischen Jury in der Berlinale-Sektion Panorama wie auch des Filmverbandes Confédération Internationale des Cinémas d'Art et d'Essai (CICAE) für diese Sektion.
Die ökumenische Jury zeichnete zudem den iranischen Wettbewerbsbeitrag «Keyke mahboobe man» («My Favourite Cake») aus. Das Regieteam Maryam Moghaddam und Behtash Sanaeeha konnte nach einem Ausreiseverbot durch die iranischen Machthaber nicht zur Berlinale kommen. Der Film mit Lily Farhadpour und Esmail Mehrabi erzählt vor dem Hintergrund einer im Alter gefundenen Liebe von persönlichem Widerstand und Zivilcourage.