Die Staatsbibliothek in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes gilt als eines der Berliner Wahrzeichen - ab 2030 soll sie für elf Jahre schließen. Das kündigte die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Marion Ackermann, an. In dem Zeitraum soll das Gebäude für insgesamt 1,1 Milliarden Euro grundsaniert werden.
«Das Geld dafür kommt aus dem Bauhaushalt der SPK», sagte sie. «Es geht darum, eine denkmalgeschützte Architekturikone, die dringenden Sanierungsbedarf hat, fit für die Zukunft zu machen.»
Die Generalsanierung des Gebäudes in der Potsdamer Straße in Berlin-Tiergarten gilt als Mammutaufgabe, schon in der Planungs- und Vorbereitungsphase.
In der zur SPK gehörenden Bibliothek, die zu den größten in Deutschland zählt, sind mehr als 5,4 Millionen Bücher und andere Medien untergebracht. Sie müssen zwischenzeitlich ausgelagert und auf andere Standorte verteilt werden.
Das riesige Gebäude gegenüber der Berliner Philharmonie und in Nachbarschaft der Neuen Nationalgalerie verfügt über eine Gesamtfläche von mehr als 110.000 Quadratmetern auf zwölf Etagen, zwei davon unterirdisch. Neben der Staatsbibliothek ist dort auch das Ibero-Amerikanische Institut untergebracht. Die Staatsbibliothek hat einen zweiten Standort Unter den Linden, bei dem keine Schließung ansteht.