Es ist der Tag, an dem Martina Grabsch ihr Herz zurückbekommt. Jahrelang hat es in ihrem Körper geschlagen - seit ihrer Geburt war es nicht gesund. Trotzdem sagt die 32-Jährige: «Mein Herz und ich waren ein Team.» Dass sie es nun wiederbekommt - präpariert für die Ewigkeit vom Plastinarium im brandenburgischen Guben - erinnert sie an ihren Kampf ums Überleben. Und an ihre vielen Elektroschocks und Operationen. Bis ihr im vergangenen Jahr ein Spenderherz eingesetzt wird.
«Ich wollte einfach nicht, dass mein Herz zerschnitten und weggeworfen wird», erinnert sich Grabsch, die im niedersächsischen Wunstorf lebt. Es angucken und anfassen zu können, sei eine viel schönere Vorstellung gewesen. Als sie im Januar 2025 auf dem OP-Tisch liegt, schmieden ihre Eltern einen Plan: Sie fragen im Plastinarium - bekannt durch den Mediziner Gunther von Hagens und die deutschlandweiten «Körperwelten»-Ausstellungen mit plastinierten Menschen - ob sie das entnommene Herz präparieren.