Die Industriekultur in Deutschland soll mit Hilfe eines neuen Bundesverbands mehr Beachtung finden. Kulturministerin Manja Schüle (SPD) sieht darin Chancen auch für Brandenburg. «Dass Brandenburg das Land der Schlösser und Gärten ist, wissen alle», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Dass Brandenburg – etwa mit Rolls-Royce in Dahlewitz und dem Filmstandort in Babelsberg – ein hochmodernes und innovatives Industrieland ist, haben mittlerweile auch viele erkannt. Was aber nach wie vor nur wenige wissen: Nicht nur das Ruhrgebiet, auch die Mark und vor allem die Lausitz waren früher bereits bedeutende Bergbau- und Industriezentren.»
Das belegen Fabriken, Kraftwerke, Brikettfabriken, Glashütten, Bergwerke, Industriehallen, Schiffshebewerke, Ziegelbrennereien, Brauereien und Förderbrücken. «Gut, dass es jetzt einen Bundesverband für Industriekultur Deutschland gibt, der dieses kulturelle Erbe künftig noch heller strahlen lässt», sagte Schüle.
Zu herausragenden Industriedenkmalen in Brandenburg gehören die alte Ölmühle Wittenberge, das Industriemuseum in Brandenburg an der Havel, das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld, das Brandenburgische Textilmuseum Forst (Lausitz), das Museum Baruther Glashütte, das Schiffshebewerk Niederfinow und das Ofen- und Keramikmuseum in Velten und die Brikettfabrik Louise in Domsdorf.