Die Tänzerin und Choreographin Sasha Waltz ist zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder fester Teil eines ihrer Stücke im Berliner Radialsystem. «Ich hatte mir vorgenommen, dass ich, wenn ich 60 bin, wieder anfangen möchte. Das habe ich jetzt auch geschafft», sagte die 62-Jährige bei einer Pressekonferenz in dem ehemaligen Pumpwerk an der Spree. Waltz wird bei dem Stück «for the time being» ab 10. März zu sehen sein.
Tänze ohne Bühnenbild
«Ich habe es mir eigentlich fast in jedem Stück vorgenommen, doch irgendwie mitzutanzen», sagte Waltz weiter. Nun hat es geklappt. In «for the time being» geht es um kollektives Erleben von Momenten. Die Tänze seien improvisiert, es gebe kein Bühnenbild, da es um die Körper und das Erleben im Augenblick gehe, sagte Waltz. Sie steht gemeinsam mit etwa sechs weiteren Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne.
Das Publikum sitzt um die Tanzfläche herum. Die Bewegungen oder Geräusche der Zuschauer könnten in den Tanz und die Musik von Komponist Diego Noguera aufgenommen werden, hieß es. Auf der Radialsystem-Internetseite werden die Gäste gebeten, vor Betreten des Raumes die Schuhe auszuziehen und keine Mobiltelefone mitzunehmen.