Vor einer Krisensitzung zur Zukunft der Berlinale hat sich Regisseurin Maria Schrader hinter Intendantin Tricia Tuttle gestellt und an die Politik appelliert, die Unabhängigkeit des Festivals zu wahren. «Erhalten Sie uns allen die Berlinale und ihre institutionelle Unabhängigkeit mit Tricia Tuttle an ihrer Spitze», sagte Schrader («She Said», «Unorthodox») bei einem Festakt zur Wiedereröffnung des Kinos International in Berlin.
Sie habe die Festivalleiterin vergangenes Jahr erlebt, als sie selbst in der Jury saß, führte die Schauspielerin (60) aus. Sie könne mit Überzeugung sagen: «Sie ist die Richtige für dieses Amt». Schrader, die im Kino International eine Auszeichnung überreichte, nutzte die Bühne für einen persönlichen Moment.
Sie habe am Abend eigentlich an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) herantreten wollen, um ein offenes Gespräch zu suchen. Weimer hatte sich wegen Gesprächen zur Berlinale allerdings für den Abend entschuldigen lassen, wie es während der Veranstaltung hieß.