Wie wichtig die Erinnerung an den Nationalsozialismus auch für die jüngere Generation ist, hat Bundesbildungsministerin Karin Prien bei einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen betont. Die Gedenkstätte zeige wie «die Topografie des Terrors» auch in der Nähe von Berlin entstehen konnte und «mit welchen Mechanismen ein totalitärer Staat arbeitet, wie auch junge Menschen verblendet worden sind und auch Teil der Tötungsmaschinerie geworden sind», sagte die CDU-Politikerin.
Gedenkstätten seien authentische Orte, so Prien. Sie ermöglichten - in einer Zeit, in der Zeitzeugen immer weniger werden - «zu erspüren, zu begreifen, was eigentlich der nationalsozialistische Terror, die nationalsozialistische Gewalt und Willkürherrschaft für Menschen bedeutet hat». Daraus ergebe sich unter anderem eine Verantwortung des Bundes hier weiter zu finanzieren: «Sowohl was die Baulichkeiten als auch was die Bildungsarbeit angeht.» Zudem als freiheitlicher Rechtsstaat dafür Sorge zu tragen, dass junge Menschen verstehen, welchen Wert es habe, in Freiheit zu leben.