Sie zeigen Angehörige des indigenen Volks der Nuba mit stammestypischen Gesichtsbemalungen oder Waffen. Die Bildbände der Nazi-Propaganda-Filmemacherin Leni Riefenstahl aus den 60er und 70er Jahren gingen um die Welt. Unter welchen Bedingungen entstanden die Aufnahmen - und wie blicken die aktuellen Nuba-Generationen auf die Bilder ihrer Vorfahren?
40.000 Dias werden untersucht
Diesen Fragen haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und dem Sudan in einem mehrjährigen Forschungsprojekt erstmals gemeinsam gewidmet. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit sind nun auf einer Website öffentlich gemacht worden.
Die Nuba bestehen aus 50 verschiedenen ethnischen Gruppierungen, die in zehn verschiedene Sprachgruppen unterteilt sind. Leni Riefenstahl hat rund 10.000 Motive des indigenen Volks der Nuba in den Nuba-Bergen im Süden des Sudans hinterlassen. Duplikate einberechnete, gibt es um die 40.000 Dias. Davon sind bis heute nur etwa 500 in den Fotobüchern veröffentlicht worden.