Bei der seit Sonntag laufenden Sitzung des Unesco-Welterbekomitees hat heute der Entscheidungsprozess über Neueinträge auf der Liste der Kultur- und Naturerbestätten begonnen. Aus Deutschland geht die Waldsiedlung Zehlendorf im Südwesten Berlins ins Rennen. Dabei handelt es sich nicht um einen eigenständigen Eintrag, sondern um die Erweiterung der bereits 2008 anerkannten Welterbestätte «Siedlungen der Berliner Moderne», zu der unter anderem die bekannte Hufeisensiedlung im Bezirk Neukölln oder die Weiße Siedlung in Reinickendorf zählen.
Wann genau das Gremium über die Waldsiedlung Zehlendorf entscheidet, hängt davon ab, wie schnell die mehr als 30 neuen Bewerbungen abgehandelt werden. Laut der offiziellen Programmagenda soll der Entscheidungsprozess bis spätestens Montagmorgen deutscher Zeit abgeschlossen sein. Unter den vorgeschlagenen neuen Welterbestätten befinden sich unter anderem die D-Day-Landungsstrände in der Normandie, von denen aus die alliierten Streitkräfte 1944 Europa von Westen her von der Nazi-Herrschaft befreiten.