Verbindungen chemischer Stoffe und Reaktionen, menschlicher Bewegungen und Gesänge und einfachster Materialien bilden die Basis der Arbeit «Attune» der rumänischen Künstlerin Alexandra Pirici in der Nationalgalerie der Gegenwart des Hamburger Bahnhofs in Berlin. In der historischen Halle des Museums hat die 41-Jährige dafür eine lebendige Landschaft mit einem Parcours um eine riesige Sanddüne herum entworfen. Die Ausstellung «Alexandra Pirici - Attune» ist von Mittwoch an bis zum 6. Oktober zu sehen.
Pirici hat in ihre Installation zahlreiche große Glasbehälter integriert, in denen sie chemische und physikalischer Reaktionen ablaufen lässt. In den Flüssigkeiten entstehen so kleine Landschaften aus chemischen Stoffen. Von den Besucherinnen und Besuchern selbst provozieren und dann beobachten lässt sich zudem auch eine sogenannte Briggs-Rauscher-Reaktion, bei der eine Lösung zwischen zwei Farben lange hin und her schwankt und in einem selbstorganisierenden Muster endet. Eher unveränderlich erscheint dagegen zunächst die Sanddüne. Doch auch sie wechselt ihre Gestalt, etwa durch Austrocknung oder wenn kleinere Teile durch ihr Eigengewicht wegbrechen.