Logo DieBrandenburger News
Nachrichten / Kultur

Komische Oper zeigt Georg Friedrich Händels «Messias» im alten Flughafen Tempelhof

Komische Oper zeigt Georg Friedrich Händels «Messias» im alten Flughafen Tempelhof
Die Komische Oper zeigt ein berühmtes Werk aus dem Barock im alten Flughafen Tempelhof - den «Messias» von Georg Friedrich Händel (1685–1759). / Foto: Jens Kalaene/dpa
Von: DieBrandenburger News
Klassik in einem alten Flughafen, das gibt es nicht alle Tage. Der «Messias» in Tempelhof hat noch andere Besonderheiten.

Die Komische Oper zeigt ein berühmtes Werk aus dem Barock im alten Flughafen Tempelhof - den «Messias» von Georg Friedrich Händel (1685–1759). Eine Besonderheit: Fast 400 Amateurmusiker und - musikerinnen singen mit, wie die Bühne ankündigte. Der italienische Regisseur Damiano Michieletto baut eine Handlung ein, die an eine wahre Geschichte aus den USA erinnert: Eine junge Frau erkrankt an einem tödlichen Hirntumor und beschließt, selbstbestimmt zu sterben.Die Komische Oper hatte bereits mit «Das Floß der Medusa» eine Halle des Flughafens bespielt, der seit 2008 außer Betrieb ist. Das Ensemble ist sonst wegen Bauarbeiten im Stammhaus im Schillertheater in Charlottenburg zu sehen. Die Händel-Inszenierung in Tempelhof wird auf einer 60 mal 20 Meter großen Bühne aufgeführt. 

Mehr aus dieser Kategorie

Inspiriert von einer wahren Geschichte

Michelietto wurde von der unheilbar krebskranken US-Amerikanerin Brittany Maynard inspiriert, die 2014 eine tödliche Medizin nahm. Ihre Videobotschaft bewegte damals viele Menschen. «Sie wusste, dass ihr nur wenig Zeit zum Handeln blieb und sie eines Morgens plötzlich aufwachen und nicht mehr in der Lage sein könnte, zu sprechen oder ihre Wünsche zu äußern», erklärt der Regisseur. «Ihre Geschichte hat mich jahrelang beschäftigt, auch weil die Frage der Sterbebegleitung in Italien, wie in vielen anderen europäischen Ländern, heftig diskutiert wird.»

Händel soll den wuchtigen «Messias» in nur 24 Tagen komponiert haben. Das Oratorium zeichnet den Weg Christi nach und ist - nicht nur dank seines «Hallelujah»-Chorus - eines der bekanntesten klassischen Werke überhaupt. Die Fassung der Komischen Oper soll weniger Maynards Geschichte, sondern vielmehr eine universelle Geschichte über die Frage nach dem richtigen Leben und Sterben erzählen. 

Nach der Premiere an diesem Samstag (21.9.) sind weitere Vorstellungen im September und Oktober geplant. Platz ist für 1.800 Zuschauer und Zuschauerinnen. 

Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieBrandenburger News
Artikel von

DieBrandenburger News

DieBrandenburger News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.