Die bunten Schleifen im Haar, die riesigen Augen, der grell geschminkte Mund: Nina Hagen liebt ihre Masken. Wer sich dahinter verbirgt, ist auch im 70. Jahr dieser streitlustigen Punkrockerin, dieser bibeltreuen Weltverbesserin nicht immer leicht zu fassen. Für Interviews hatte sie vor ihrem heutigen Geburtstag keine Zeit. Ihren 70. feiere sie im Studio, vertieft in die Arbeit an einem neuen Album, wie sie ausrichten ließ. Sie schicke liebe Grüße.
Nina Hagen, das ist eine deutsch-deutsche Biografie und eine jahrzehntelange Geschichte von sprudelnden Ideen und origineller Musik, von Abstürzen und Höhenflügen. Ihr DDR-Hit «Du hast den Farbfilm vergessen» machte sie im Osten bekannt und schaffte es 2021 beim Großen Zapfenstreich zum Abschied von Kanzlerin Angela Merkel sogar auf die politische Bühne. Im Westen erinnern sich Millionen Boomer an ihr «Ich glotz' TV» Ende der 1970er Jahre - für ihren damaligen Manager Jim Rakete bis heute revolutionär: «Das war wie Frischluft.»