Zu Zeiten der DDR prägte er den Osten Berlins. Nun ist der Architekt Roland Korn im Alter von 96 Jahren gestorben, wie die «Berliner Zeitung» unter Berufung auf seinen Sohn berichtet. Korn war von 1973 bis 1989 Chefarchitekt von Ost-Berlin.
Im Laufe seiner Karriere gestaltete er etwa das Haus des Reisens am Alexanderplatz, das dortige Hotelhochhaus und das frühere Staatsratsgebäude der DDR, das inzwischen als Hochschule genutzt wird.
Geboren wurde Korn 1930 im thüringischen Saalfeld, später ging er nach Berlin. Das von ihm entworfene Hochhaus am Alexanderplatz hieß früher Hotel Stadt Berlin, heute ist es das Hotel Park Inn.
Berlins berühmter Alexanderplatz
In der «Berliner Zeitung» hatte sich Korn kürzlich noch zur Entwicklung am Alexanderplatz geäußert. Es sei klar, dass sich Dinge veränderten. Aber es sei nichts abgestimmt mit dem Vorhandenen, «da klatscht jeder Investor etwas hin, wie es ihm gerade passt».
Am Montag starb Korn nun, wie sein Sohn Thomas Korn auch der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Sein Vater habe nach der Zeit als Chefarchitekt eine angebotene Archivstelle des Senats nicht angenommen, sondern sich selbstständig gemacht. Zuletzt lebte er im thüringischen Gera.
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