Festival FFC in Cottbus startet - und zeigt einen KI-Film
Blick auf die Leinwand und Richtung Osten: Beim Filmfestival Cottbus geht es in diesem Jahr besonders um die Länder Lettland und Montenegro. Von Dienstag bis Sonntag (3. bis 8. November) sind insgesamt 147 Filme aus 43 Ländern zu sehen. Es seien Filme «mit außergewöhnlichen Geschichten und eigenständigen filmischen Handschriften», teilten die Veranstalter der 36. Ausgabe des Festivals in der Lausitz mit. In drei Wettbewerben gehen 29 Filme ins Rennen. Vom Langfilmdebüt über Gesellschaftssatiren bis zu einem vollständig KI-generierten Film reiche das Spektrum. «Mit "A Woman Asleep" schreibt das FFC dabei Festivalgeschichte: Erstmals tritt ein vollständig KI-generierter Langfilm im Hauptwettbewerb eines international etablierten Filmfestivals an», so die Veranstalter. In dem Film aus der Türkei von Vikki Bardot geht es den Angaben zufolge um eine Frau, die sich in einer Welt aus Likes, digitalen Bildern und endlosem Scrollen zunehmend vom wirklichen Leben entfernt. Mit seiner Aufnahme in den Wettbewerb wolle das Festival eine Debatte «über die kreativen Möglichkeiten und Herausforderungen künstlicher Intelligenz für das Kino» öffnen, heißt es. 10 Filme treten im Wettbewerb Spielfilm an, 13 im Wettbewerb Kurzfilm und 6 im erstmals ausgetragenen Wettbewerb «GenNext». Die Höhe des Preisgeldes liegt insgesamt bei rund 52.000 Euro. Das 1991 gegründete Festival ist auf mittel- und osteuropäisches Kino spezialisiert. Eröffnet wird das Festival am Dienstag im Staatstheater Cottbus mit «Escape Net» von Dzintars Dreibergs. Das lettische Drama führt ins Riga der Sowjetzeit und erzählt von der Basketballspielerin Dzidra Uztupe. 14 lettische Filme sowie ein montenegrinisches Programm mit 3 Langfilmen und 5 Kurzfilmen sollen aktuelles Kino zwischen historischem Erbe und gesellschaftlicher Gegenwart, politischen Konflikten, ungewöhnlichen Lebensentwürfen und schwarzem Humor zeigen, wie es hieß. Die Tickets kosten regulär 7,50 Euro pro Film. Für junge Festivalgäste gibt es besondere Angebote: Schüler erhalten gegen Vorlage eines gültigen Schülerausweises freien Eintritt zu allen Vorstellungen des Wettbewerbs «GenNext». Am Mittwoch gibt es zum zweiten Mal den Studi-Tag. Studierende können mit gültigem Studierendenausweis an diesem Tag alle Filmprogramme kostenlos besuchen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVeranstalter zeigen KI-Film und wollen Debatte darüber anstoßen
Freier Eintritt für Studierende am 4. November