Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ruft in der Diskussion über die künftige Ausrichtung der Berlinale und die Zukunft von Festivalchefin Tricia Tuttle zu einer raschen Klärung auf. «Der Bundeskanzler verfolgt natürlich die öffentlichen Äußerungen in dieser Debatte sehr genau und er erwartet von den Parteien einen respektvollen Umgang miteinander und eine schnelle Klärung der Sachverhalte», sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Er ergänzte: «Die im Raum stehenden Vorwürfe müssen ausgeräumt werden und gegenseitige Unterstellungen müssen unterbleiben.»
Nach einer Aufsichtsratssitzung am Donnerstag würden die Gespräche in den kommenden Tagen weitergeführt, sagte der Sprecher. Die Berlinale-Jury und Tuttle seien vergangene Woche beim Kanzler im Kanzleramt gewesen und hätten «ihren Blick auf die Kontroverse überzeugend dargelegt». Tuttle habe «auch zum Ende der Berlinale in einer vernünftigen Rede den richtigen Ton getroffen und zur Vereinnahmung der Kunst durch die Politik sich geäußert».