Europäischer Tag der Restaurierung: Einblicke in Brandenburgs historische Orte
Sie haben eine Liebe fürs Detail und Respekt vor alten Geschichten: Restauratorinnen und Restauratoren haben in Brandenburg an historischen Orten seltene Einblicke in ihre Arbeit gewährt. Im Schloss Rheinsberg etwa berichteten sie anlässlich des Europäischen Tags der Restaurierung am Sonntag über ihre Arbeit unter dem Motto «Muscheln, Tapeten, Marmor, Gemälde». Im berühmten Muschelsaal, dem Speisesaal des Prinzen Heinrich aus dem Jahr 1769, ging es um die aufwendige Wiederherstellung des Raumes. Außerdem erzählte eine Papierrestauratorin die Hintergründe der einzigen im Schloss erhaltenen chinesische Tapete. Sie zeigt exotische Vögel und Blumen und war durch die Sonneneinstrahlung der nach Süden ausgerichteten Fenster stark geschädigt worden. Auch der Domstift in Brandenburg an der Havel und das Kloster Neuzelle beteiligten sich an den Sonderführungen. Hier ging es zum Beispiel darum, wie historische Textilien und die barocken Passionsdarstellungen restauriert werden können. Unser kulturelles Erbe hat eine wichtige Bedeutung auch für unsere Gegenwart - und dabei spielen die Restauratorinnen und Restauratoren eine Schlüsselrolle, wie es von den Initiatoren des europaweiten Tags heißt. Sie seien «ganz nah dran an den Geschichten, die Objekte erzählen». Ziel des Tags sei es, Wissen zu dem Beruf zu vermitteln und zu verdeutlichen, welche große Verantwortung die Restauratorinnen und Restauratoren übernehmen, «indem sie materielle Zeugnisse unserer Gesellschaft in ihrer Integrität und ihrer Authentizität für nachkommende Generationen bewahren». Das bedürfe einer enormen Ausbildung und sei nicht zuletzt wichtig für den heimischen Tourismus. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWas bezwecken die Initiatoren mit dem Tag?