Erste Hilfe im Museum: Notfallboxen für Katastrophen
Handschuhe, Notverpackungen, Werkzeuge und eine Taschenlampe: Diese und weitere Dinge sind in einer Notfallbox für Museen. Wenn es zu einer Katastrophe kommt - etwa ein Feuer oder ein Hochwasser - und wertvolle Ausstellungsgegenstände gerettet werden müssen, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles parat für die Erste Hilfe. «Es geht um den Notfall für die ersten Minuten, wenn zum Beispiel Regen durch die Decke kommt», sagte Geschäftsführer Arne Lindemann vom Museumsverband des Landes Brandenburg. 17 solcher Notfallboxen für brandenburgische Kunst-Einrichtungen im Schadensfall hat das Ministerium ermöglicht. Im Cottbuser Stadtmuseum hat nun Kulturministerin Manja Schüle (SPD) eine übergeben. Damit beginne in Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße eine systematische Untersuchung der Notfallvorsorge in Museen, so Schüle. «Offensive Kulturgutschutz für das bewegliche Kulturerbe im Land Brandenburg» heißt sie. Dabei gehe es beispielsweise um die Gefahr durch Starkregen und Hochwasser, Brand und Einbruch, die Lage in der Nähe kritischer Infrastruktur sowie die Absicherung digitaler Systeme, heißt es vom Museumsverband. Eine Risikoanalyse soll die Grundlage dafür sein, letztlich Notfallpläne für die einzelnen Einrichtungen entwickeln zu können. «Kulturgutschutz darf nicht erst beginnen, wenn das Wasser bereits im Depot oder die Feuerwehr vor der Tür steht», so Lindemann. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWie schützen wir Brandenburgs Kulturerbe in der Katastrophe?