Der neue Generaldirektor der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Jonas Fansa, sieht in einem Umzug an den Alexanderplatz eine mögliche Chance: «Jede Lösung, die die Teilung der ZLB auf zwei Standorte beendet, ist gut», sagt er. Das Galeria-Kaufhaus am Alexanderplatz sei ein möglicher neuer Standort – mit benötigten 35.000 Quadratmetern Fläche und direkter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Keine Verdrängung des Warenhauses geplant
«Der Alexanderplatz hat Probleme – aber auch großes Potenzial», erklärt Fansa. Eine Bibliothek könne dort nicht nur Bildung und Kultur verankern, sondern auch sozial stabilisierend wirken. «Wir würden eine bunte Mischung von Menschen aus der ganzen Stadt anziehen.» Gleichzeitig betonte er: «Wir werden kein Warenhaus verdrängen. Inzwischen scheint es aber so, dass es eine Idee gibt, wie dieses Warenhaus in verkleinerter Form wirtschaftlich weiterbetrieben werden kann», sagt Fansa, der auf Unterstützung aus der Politik hofft.
Die neue Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson habe er als große Freundin der öffentlichen Bibliotheken wahrgenommen und in Gesprächen auch immer erlebt, dass sie die Sache sehr unterstütze. «Sie selbst sagt allerdings auch, das das Vorhaben des Umzugs bisher nicht finanziert ist.» Weiter wünscht sich der 45-Jährige mit Blick auf einen möglichen zentralen Standort einen Senat, der für ein solches Projekt an einem Strang zieht.