Christian Thielemann blickt optimistisch auf seine erste Saison als Generalmusikdirektor an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. «Ich freue mich, dass ich dieses Orchester in diesem formidablen Zustand vorfinde», sagte der 65-Jährige am Montag bei der Präsentation des Spielplans für 2024/25. Thielemann folgt vergleichsweise kurzfristig auf Daniel Barenboim, der den Posten zu Beginn des vergangenen Jahres krankheitsbedingt abgeben musste.
Thielemann beginnt seinen auf fünf Jahre geschlossenen Vertrag mit einem bereits prall gefüllten Terminkalender. Für die erste Saison ist deswegen mit «Die schweigsame Frau» von Richard Strauss (1864-1949) im Juli 2025 nur eine Opernpremiere unter seiner Leitung vorgesehen. Für Konzerte mit der Staatskapelle Berlin, dem Orchester der Staatsoper, steht Thielemann mehrfach am Pult. Im Oktober gibt es dann etwa ein Konzert mit Pianist Igor Levit.
Für das Konzert zum Jahreswechsel verzichtet Thielemann auf die sonst traditionell übliche Neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven und hat ein Programm aus Tonfilmen und Theaterstücken der Weimarer Zeit unter anderem von Kurt Weill zusammengestellt. Thielemann, bisher bei der Staatskapelle Dresden unter Vertrag, betonte am Montag erneut, keinen Chefposten angestrebt zu haben. Nach Proben mit der Staatskapelle Berlin habe er sich gesagt: «Da willste wieder hin.»