Die brandenburgischen Gedenkstätten zu den Verbrechen der NS-Diktatur wollen in diesem Jahr weitere Projekte und Ausstellungen angehen. Zu den Vorhaben gehöre etwa eine Ausstellung über den ermordeten Künstler Paul Goesch in Brandenburg an der Havel, die alljährliche Europäische Sommer-Universität Ravensbrück zum Thema «Täterschaft» sowie ein digitales Bildungsangebot zur Repression unter der sowjetischen Besatzungsmacht in der Gedenkstätte Sachsenhausen, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Freitag.
Nach einer Steigerung der Besuchszahlen auf 500.000 in der Gedenkstätte Sachsenhausen und 80.000 in Ravensbrück im vergangenen Jahr rechne man auch in diesem Jahr mit weiteren Zuwächsen, sagte Stiftungsdirektorin Andrea Genest. «Angesichts dessen und der notwendigen Weiterentwicklung der Gedenkstätten auf allen Ebenen für die künftigen Herausforderungen in politisch angespannten Zeiten sind wir auf nachhaltige Unterstützung angewiesen.» Die finanzielle Lage in den Gedenkstätten sei ausgesprochen eng. Bereits jetzt sei man auf Drittmittel angewiesen, um Ausstellungen oder Veranstaltungen zu realisieren.