Ein saniertes Fachwerkgebäude in Beeskow im Osten Brandenburgs beherbergt künftig den Nachlass des Schriftstellers Günter de Bruyn. Die Stadt übergibt das Altstadthaus an diesem Sonntag (4. Mai) an die Günter-de-Bruyn-Stiftung, die dort ihren Sitz hat. Sie will das Lebenswerk des Schriftstellers (1926-2020) erhalten, der seit 1968 eng mit der Region um Beeskow verbunden war und im brandenburgischen Görsdorf lebte.
De Bruyn galt in DDR-Zeiten als einer der bedeutendsten Autoren des Landes. Sein bekanntester Roman ist die Dreiecksgeschichte «Buridans Esel» (1968), in der sich ein wehleidiger Bibliothekar nicht zwischen zwei Frauen entscheiden kann.
Er bekam zahlreiche Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Nationalpreis. Später begleitete er den Umbruch des Jahres 1989 und das mühsame Zusammenwachsen von Ost und West in kritischen Essays. Der Schriftsteller starb 2020 im Alter von 93 Jahren.