Nach neun Jahren an der Spitze sieht die scheidende Präsidentin der Akademie der Künste, Jeanine Meerapfel, diese Künstler-Gemeinschaft von der aktuellen Situation mit Kriegen und Krisen besonders gefordert. «Die Akademie ist genauso wie alle anderen Institutionen und Intellektuellen in diesem Land in einer sehr schwierigen Situation jetzt, die wir mit sehr großer Sorge betrachten», sagte die 80 Jahre alte Regisseurin am Dienstag in Berlin. Durch die Ereignisse kämen «der Hass und die Auseinandersetzungen auch zwischen Künstlern vermehrt zutage».
Die Akademie bestehe aus mehr als 400 Stimmen und sei ein Spiegel der Gesellschaft. «Diese Akademie besteht aus ihren Mitgliedern und selbstverständlich haben sie unterschiedliche Meinungen und selbstverständlich gibt es Auseinandersetzungen.» Zugleich habe die Akademie eine extreme Fähigkeit, sich zu erneuern. «Sie ist sehr stark darin, tatsächlich die Auseinandersetzungen auszutragen», sagte Meerapfel.