Die Viehdiebe kommen offenbar gezielt, organisiert und über Nacht: Innerhalb weniger Wochen sind dutzende Rinder von Weiden in Südbrandenburg verschwunden. Die Landwirte gehen von einer Serie aus, die auf das Konto professionell arbeitender Täter geht.
Sie dürften mit großen Viehtransportern angerückt sein und Know-how im Umgang mit Rindern haben. In drei Fällen verschwanden insgesamt um die 150 Tiere von Weiden, darunter wertvolle Zuchtrinder.
Minister treffen sich mit betroffenem Landwirt
Auch die Landesregierung schaltet sich ein und will mit Rinderhaltern über einen Schutz vor Viehdieben beraten. «Für die Tierhaltung in Brandenburg ist das ein schwerer Schlag, der viele verunsichert», sagte Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Solche kriminellen Machenschaften müssen schnell aufgedeckt werden.» Mittelstädt und Innenminister Jan Redmann (CDU) fahren am Freitag zu einer betroffenen Agrargenossenschaft in Herzberg im Elbe-Elster-Kreis.
Die Polizei in Südbrandenburg prüft, ob die Fälle zusammenhängen, wie ein Sprecher sagte. Die Ermittler seien dabei, Spuren etwa von Reifenabdrücken auszuwerten. Auch mit der Polizei im benachbarten Polen gebe es einen Austausch.