Weil er an einem europaweiten Betrugssystem beteiligt gewesen sein soll, steht ein 47-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Bei Geschäften mit Elektronikartikeln wurden laut Anklage Umsatzsteuern in Höhe von rund 29,5 Millionen Euro hinterzogen. Der 47-Jährige sei als formeller Geschäftsführer einer in Berlin ansässigen Handelsfirma eingebunden gewesen. Tatsächlicher Geschäftsgegenstand der Firma sei das Ausstellen von Scheinrechnungen gewesen.
Der Angeklagte, der sich seit sechs Monaten in Untersuchungshaft befindet, schwieg zu Prozessbeginn zu den Vorwürfen. Das Verfahren gegen einen mitangeklagten 49-Jährigen war zuvor abgetrennt worden. Der Mann sei erkrankt, hieß es.