Nach der tödlichen Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg gehen die Märkte in Brandenburg weiter, aber das Land schickt mehr Polizisten auf die Straße. Es gebe eine erhöhte Polizeipräsenz, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Der Fokus liegt nach Angaben der Polizei auf den Weihnachtsmärkten. Aber: «Es liegen für Brandenburg keine konkreten Gefährdungshinweise vor», sagte die Ministeriumssprecherin. Die Gefährdungslage sei allerdings weiter abstrakt hoch.
Wie geht es auf den Weihnachtsmärkten weiter?
Der Weihnachtsmärkte in Brandenburg gehen weiter, aber zum Teil ohne Musik. Aus Cottbus hieß es, Sicherheit und Vorsicht hätten Priorität. Die Sicherheitskonzepte würden überprüft und gegebenenfalls angepasst. Heute um 19.00 Uhr soll es eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer von Magdeburg geben. Die Musik auf dem Markt bleibt aus - ähnlich wie in Potsdam.
Die Landeshauptstadt Potsdam zeigte sich fassungslos und bot Magdeburg Unterstützung an. Oberbürgermeister Mike Schubert sagte, die Tat mache alle tief betroffen. Er bitte die Potsdamerinnen und Potsdamer darum, «sich nicht an den aggressiven Spekulationen und dem Hass zu beteiligen, der seit der Tat in Magdeburg in den sozialen Medien kursiert». An den Zugängen standen am Samstag Sicherheitsautos.
Auch der Weihnachtsmarkt in Frankfurt (Oder) geht weiter. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden allerdings verschärft, teilte die Stadt auf dpa-Anfrage mit. Der Weihnachtsmarkt in Brandenburg an der Havel wollte mit dezenterer Musik öffnen. Die Polizei will stärkere Präsenz in der Innenstadt zeigen.