Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg soll wegen der hohen Kriminalitätsraten die angekündigte Kamera-Überwachung mit KI-Technologie durch die Polizei nun konkret umgesetzt werden. Derzeit werden dort Kameras aufgebaut. Das Kottbusser Tor sei seit Jahren ein Kriminalitätsschwerpunkt, argumentierte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Im Verhältnis zur Fläche sei es der kriminalitätsbelastete Ort mit den mit Abstand höchsten Fallzahlen.
«Wir wollen erproben, welchen Beitrag moderne KI-gestützte Technologien leisten können», sagte Spranger. Es gehe darum, «Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, Einsatzlagen schneller zu erfassen und dadurch die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte gezielt auf das Geschehen zu lenken».
An der Warschauer Brücke, am Alexanderplatz und im Görlitzer Park sollen Kamera-Überwachungen folgen. Spranger widersprach im Zusammenhang mit der Kriminalität in Kreuzberg und dem nahe gelegenen Görlitzer Park dem SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. Die Schließung des Parks in der Nacht halte sie weiterhin für richtig als Maßnahme vor allem gegen die Kriminalität, sagte sie.