Im Prozess wegen des Golddiebstahls aus dem archäologischen Museum in Manching wollen die vier Angeklagten weiter zu den Vorwürfen schweigen. Die Strafkammer des Landgerichts Ingolstadt hatte nach rund dreimonatiger Verhandlungsdauer den vier beschuldigten Männern nahegelegt, ein Geständnis zu prüfen. Die Richter stellten den Beschuldigten in diesem Fall differenzierte, mehrjährige Gefängnisstrafen in Aussicht.
Die Verteidiger von drei Beschuldigten erklärten, dass ihre Mandanten den Verständigungsvorschlag des Gerichts ablehnten. Die Anwälte des vierten Angeklagten hatten zuvor schon ausgeschlossen, dass ihr Mandant ein Geständnis ablegt. In dem Prozess hatten die Richter, die Staatsanwaltschaft und die Rechtsanwälte zuvor hinter verschlossenen Türen längere Zeit darüber gesprochen, ob der Prozess mit einem sogenannten Deal abgeschlossen werden kann.
Solche Verständigungen werden oftmals in komplexen Strafverfahren genutzt, um die Verhandlung abzukürzen. Die Angeklagten bekommen als Gegenleistung für ein Geständnis oftmals mildere Strafen, mitunter werden auch einzelne Vorwürfe aus der Anklageschrift eingestellt.