Im Prozess um den Diebstahl eines keltischen Goldschatzes aus einem Museum in Oberbayern hat die Staatsanwaltschaft für die vier Angeklagten langjährige Haftstrafen verlangt. Für den mutmaßlichen Haupttäter, einen 48-Jährigen aus Plate bei Schwerin, verlangte Staatsanwältin Sophie Sutor zwölf Jahre Gefängnis. Für die drei Mitbeschuldigten forderte sie zwischen sechseinhalb und zehn Jahre Haft wegen schweren Bandendiebstahls und anderer Straftaten.
In dem Verfahren vor dem Landgericht Ingolstadt sind drei Männer aus dem Raum Schwerin und ein Verdächtiger aus Berlin angeklagt. Das Quartett soll im November 2022 bei einem nächtlichen Einbruch den 2.100 Jahre alten Schatz aus dem Kelten Römer Museum in Manching bei Ingolstadt gestohlen haben. Binnen neun Minuten waren mehr als 3,7 Kilo Gold, 483 Münzen und ein größerer Goldklumpen, aus einer Bodenvitrine des Archäologiemuseums verschwunden.
Die vier Beschuldigten, die seit etwa zwei Jahren in Untersuchungshaft sitzen, haben bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Mitte Juli sollen an zwei weiteren Verhandlungstagen die Verteidiger ihre Plädoyers halten. Am 29. Juli ist dann die Urteilsverkündung geplant. Das Gerichtsverfahren läuft seit rund einem halben Jahr.