Ein 75-jähriger Klimaaktivist aus Bayern hat bei einem Berufungsverfahren erneut die Manipulation einer Erdölleitung von der Ostsee nach Brandenburg eingeräumt und ein Klimaschutz-Plädoyer gehalten. «Ich steh' zu dem, was wir getan haben», sagte der Pensionär bei dem Prozess am Landgericht Neubrandenburg.
Etwa eine Stunde lang legte das damalige Mitglied der Klimaschutzgruppe Letzte Generation seine Beweggründe für die Manipulation zweier Pumpstationen in Mecklenburg-Vorpommern im April 2022 zusammen mit einem weiteren inzwischen 70-jährigen Aktivisten aus Bayern dar. Es gehe aus seiner Sicht nicht um Tatvorwürfe wie etwa Sachbeschädigung, sondern um die irreversible Zerstörung der Lebensgrundlage. «Mein Gewissen hat mich getrieben.»