Nach dem Angriff in einem Jugendamt in Finsterwalde im Süden Brandenburgs kommt der Verdächtige in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft habe Haftantrag gestellt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei Untersuchungshaft angeordnet worden.
Zu den Hintergründen machten die Ermittlungsbehörden bislang keine Angaben. «Die Motivlage wird derzeit geprüft», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Cottbus.
Nach Aussagen von Brandenburgs Innenminister soll es um unterschiedlichen Ansichten über eine Kindeswohlgefährdung gegangen sein. «Dass dann der jeweilige Vater hier in diesem Fall dazu übergeht, einen Angriff auf die Mitarbeiter des Jugendamts (...) durchzuführen, zeigt einerseits wie gefährlich er ist und wie schlecht Kinder auch in seiner Obhut wahrscheinlich aufgehoben sind», sagte Innenminister Jan Redmann (CDU) dem RBB.
Im Jugendamt in Finsterwalde - eine Außenstelle der Kreisverwaltung - bedrohte ein Mann am Donnerstag eine Mitarbeiterin und legte Feuer in ihrem Büro. Der 35-Jährige wurde außerhalb des Gebäudes festgenommen. Nach Angaben der Polizei kamen vier Menschen wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
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