Drei Tage nach dem mutmaßlich linksextremistisch motivierten Brandanschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Aus Sicht der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde besteht der Verdacht der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe.
Der Brandanschlag hat in der Hauptstadt zum bislang längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte geführt. Viele Tausende Menschen müssen weiterhin ohne Strom und Wärme in dunklen und kalten Wohnungen oder in Ausweichquartieren ausharren. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und der Geschäftsführer der landeseigenen Gesellschaft Berlin Stromnetz, Bernhard Büllmann, versicherten ihnen, dass sie bis Donnerstag wieder mit Strom versorgt werden.