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Minister: Jugendgewalt ein Zeichen gescheiterter Integration

Minister: Jugendgewalt ein Zeichen gescheiterter Integration
Der Innenminister will die Gewalt in einigen Brandenburger Städten nicht hinnehmen. (Archivbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa
Jugendgruppen haben in einigen Brandenburger Städten schwere Gewalttaten ausgeübt. Das Land will durchgreifen. Der Minister zieht bei den Verdächtigen eine ernüchternde Bilanz.

Für Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sieht in den zahlreichen Fällen massiver Jugendgewalt auch ein Integrationsproblem. «Generell ist es ein Zeichen von fehlgeschlagener Integration, wenn jugendliche Migranten in dieser Weise straffällig werden», sagte Redmann der «Märkischen Allgemeinen Zeitung». Die Gruppen der Tatverdächtigen seien in Teilen homogen. «Man spricht dieselbe Sprache, hat die gleiche Religion und ähnliche Wertvorstellungen.» 

Fehlgeschlagene Integration zeige sich auch in den Elternhäusern, führte der Minister aus. Die Polizei treffe in den Familien auf ganz unterschiedliche Situationen. «Es gibt Eltern, die der deutschen Sprache kaum mächtig sind, ihre Kinder aber schon.» Die Kinder würden deshalb in der Familie eine ganz andere Rolle einnehmen. Sie hätten mehr Macht. «Dort stellt sich die Frage, wer in der Familie ab einem bestimmten Alter das Sagen hat und Dinge durchsetzen kann.»

Zeugen berichten von Einschüchterungsversuchen

Redmann sagte zudem, dass nach Einschüchterungsversuchen mittlerweile sechs Tatverdächtige in U-Haft säßen. «Wir haben bei einigen der vollstreckten Haftbefehle hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass die Tatverdächtigen versucht haben, auf Zeugen Einfluss zu nehmen, sie unter Druck zu setzen und davon abzuhalten, Zeugenaussagen zu machen.» Einige Zeugen machten «aus Angst vor Repressalien durch Tatverdächtige» bereits keine Aussagen mehr. «Das sagen diese Zeugen durchaus.»

In Frankfurt (Oder) hatten Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren am vergangenen Mittwoch vor einer Oberschule auf einen Schüler eingetreten und ihn geschlagen - auch gegen den Kopf und als er bereits am Boden lag. Bei ihnen handelt es sich laut Polizei um Kinder und Jugendliche mit deutscher, polnischer, russischer und syrischer Nationalität. Zuletzt sorgten auch in Potsdam mehrere Angriffe von Jugendgruppen für Entsetzen. Es wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

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