Eine mutmaßliche Drogenbande soll Kokain auf besonders raffinierte Weise in Torten versteckt und dann geschmuggelt haben. Auf diese Art seien mehr als 30 Kilogramm des Rauschgifts von Berlin nach Prag gekommen, teilte eine Sprecherin der Anti-Drogen-Zentrale der tschechischen Polizei mit. «Sie dekorierten die Torten mit Schlagsahne, damit weder der Inhalt noch der Schnitt, mit dessen Hilfe sie die Füllung verändert hatten, zu sehen waren», führte sie aus.
Schmuggel mit dem Reisebus
Die mit Drogen befüllten Torten seien in Kuchenkartons verpackt und jeweils einzeln von einem Kurier mit dem Reisebus von der deutschen in die tschechische Hauptstadt gebracht worden, hieß es. In jeder Torte sei ein Ziegel mit rund einem Kilogramm Kokain versteckt gewesen. Die Bande habe sich zunutze gemacht, dass der erzielbare Schwarzmarktpreis in Tschechien deutlich höher als in Deutschland liege.
Unter den Verdächtigen seien sieben Ausländer und ein Tscheche. Fünf Personen befänden sich in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohten ihnen Haftstrafen von bis zu 18 Jahren, sagte die Sprecherin. Zur Staatsangehörigkeit der ausländischen Verdächtigen machte die tschechische Polizei aus rechtlichen Gründen keine Angaben.