Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sein Unverständnis geäußert, wie die Justiz in Berlin bis zuletzt mit dem mutmaßlichen Attentäter umging. «Im Ergebnis, muss man feststellen, war das auf jeden Fall eine Katastrophe», sagte Herrmann dem Bayerischen Rundfunk.
Daraus müsse man für die Zukunft auf jeden Fall klare Schlüsse ziehen. «Und es müssen sich natürlich auch die Richter, die über einen solchen Fall zu beurteilen haben, natürlich schon bewusst sein, welche Verantwortung sie da auch für die Sicherheit der Menschen haben», mahnte er. «Es geht dann eben in einer solchen Situation nicht nur darum, ob man da irgendeine Hoffnung hat, dass sich jemand bessern könnte, sondern es geht darum, dass jemand eine reale Gefahr ist und dass man dann auch die Sicherheitsbehörden in ihrem Bemühen, die Bevölkerung vor einer solchen Gefahr zu schützen, unterstützen muss.»