Weil er zum Schein eine Reiseagentur betrieben und 80 Kunden um ihr Geld gebracht haben soll, steht ein 41-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Er soll im Internet damit geworben haben, Pauschalreisen günstig buchen zu können. Nachdem ihn Interessenten mit einer Buchung beauftragt hatten und in Vorleistung gegangen waren, habe der Angeklagte den Kontakt abgebrochen. Rund 164.000 Euro habe er ergaunert. Die Verteidigerin erklärte, ihr Mandant habe lediglich Konten für Hinterleute eröffnet und so Beihilfe geleistet.
Dem Mann werden mutmaßliche Betrugstaten in der Zeit vom Anfang Oktober 2021 bis Ende Juni 2022 zur Last gelegt. In einigen Fällen habe der Angeklagte zwar tatsächlich Reisen gebucht, später allerdings Flüge und Hotelaufenthalte storniert und sich den Preis auszahlen lassen. Der Mann wurde vor sieben Monaten in seinem Heimatland Griechenland festgenommen. Seit Mitte März befindet er sich in Berlin-Moabit in Untersuchungshaft.