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Berliner CSD-Verein: Wir bleiben laut

Berliner CSD-Verein: «Wir bleiben laut, wir lassen uns nicht zurückdrängen.» (Archivbild) / Foto: Christoph Soeder/dpa
Berliner CSD-Verein: «Wir bleiben laut, wir lassen uns nicht zurückdrängen.» (Archivbild) / Foto: Christoph Soeder/dpa

Nach dem Anschlag am Rande des CSD herrscht bei den Veranstaltern Bestürzung. Ein Vorstandsmitglied des Vereins berichtet von den Momenten vor der Evakuierung.

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) will der Berliner CSD-Verein weiterhin laut für die Rechte queerer Menschen eintreten. «Die Hetze, die wir im Internet und im Alltag erleben, ist keine schöne Situation und hat Folgen für unsere Sicherheit. Für mich bedeutet das, dass wir noch lauter und noch sichtbarer werden müssen», sagte Marcel Voges, Vorstandsmitglied des Vereins, dem «Spiegel». 

Voges war am Samstagabend auf die Hauptbühne am Brandenburger Tor gegangen und hatte den feiernden Menschen erklärt, dass die Veranstaltung nun beendet werden müsse. «Ich wusste zu dem Zeitpunkt nur, dass die Lage sehr ernst ist. Ansonsten kannte ich wenig Details», sagte Voges dem «Spiegel». Er habe Sorge gehabt, dass die Evakuierung für Chaos sorge. «Ich wollte alles tun, um Tumulte und Aufregung zu verhindern. Mir war wichtig, dass die Teilnehmenden sicher nach Hause kommen und alles friedlich verläuft.»

In einer Pressemitteilung betonte der Verein, dass er jede Form der Gewalt ablehne. «Rechte oder religiöse Ideologien verfolgen das Ziel, queere Menschen zu unterdrücken. Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung», hieß es. Gleichzeitig stelle man sich jedem Versuch entgegen, die Tat für Hass gegen Muslime und Menschen bestimmter Herkunft zu instrumentalisieren. «Liebe ist stärker als Hass.»

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