Nach Schüssen im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg fahndet die Polizei weiter nach dem Täter. Nach bisherigen Erkenntnissen schoss ein Mann am Freitagabend gegen 20.40 Uhr auf einen 22-Jährigen, der in der Graefestraße vor einem Café saß. Das Opfer wurde verletzt und nach Angaben der Polizei notoperiert. Lebensgefahr besteht nicht.
Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge zu früheren Schüssen im Graefekiez. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Sie stehe im Austausch mit der Sondereinheit «Ferrum», die nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität in Berlin im vergangenen Herbst beim Landeskriminalamt gegründet wurde.
Im aktuellen Fall wurden laut Polizei am Abend etliche Tatzeugen vernommen. «Wir versuchen, den möglichen Fluchtweg des unbekannten Schützen nachzuvollziehen», sagte ein Polizeisprecher in einem beim Kurznachrichtendienst X veröffentlichten Video. Bei der Suche wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Graefestraße wurde weiträumig abgesperrt. Polizisten suchten Straßen, Hauseingänge und Gebüsche ab.