Der Zustand des mittlerweile genesenen Ebola-Patienten in der Berliner Charité war zwischenzeitlich lebensbedrohlich. Vor allem die Stunden zwischen dem Abflug des US-amerikanischen Arztes aus Uganda und der Ankunft in Deutschland seien kritisch gewesen, sagte Charité-Arzt Leif Erik Sander, der Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin ist, bei einer Pressekonferenz. «Das sind Stunden, wo wir Sorge hatten, dass es sich so rasch verschlechtern könnte, dass er den Transport nicht mehr überlebt.»
Nach gut zwei Wochen Behandlung in der Berliner Charité wurde der US-amerikanische Ebola-Patient vor wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen. Er war in der Demokratischen Republik Kongo als Arzt tätig und hatte sich dort bei einer Patientin angesteckt. Auch seine Frau und seine vier Kinder kamen in die Charité, hatten aber keine Symptome und befanden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. Die Frau sei ebenfalls Ärztin und hätte im Kongo die gleiche Patientin wie ihr Mann behandelt, erklärte Sander. Bei Kindern könne Ebola «sehr rasch» zum Tode führen. Deswegen sei die Familie täglich untersucht worden.