Bis vor zwei Jahren ging Sophie Dimitriou noch jeden Tag Tischtennisspielen. Sie hatte einen Vollzeitjob, ein aktives Freizeitleben, ging gerne tanzen. Dann bekam sie Corona und konnte plötzlich fast gar nichts mehr. «Ich habe mich noch nie so gefühlt. Es fühlte sich an, wie der schlimmste Jetlag, den es gibt», erzählt sie im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Sie fühlte sich extrem erschöpft und schwach, wie benebelt, konnte sich nicht mehr konzentrieren und verlor schließlich ihren Job als Grafikdesignerin. Diagnose: Long Covid.
Von Long Covid spricht man, wenn die Beschwerden auch vier Wochen nach einer akuten Corona-Infektion fortbestehen. Zu den häufigsten Beschwerden zählt eine starke, anhaltende Schwäche und Erschöpfung, die auch als Fatigue bezeichnet wird. Weitere Symptome sind unter anderem Lungen- und Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisprobleme. Eine der schwersten Langzeitfolgen von Long Covid ist ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad an körperlicher Behinderung führt.